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Die LEUNIG GmbH hat das Einsatzumfeld
ihrer NeoClock-Funkuhren - unter anderem durch Änderungen
an der NeoClock-Firmware in Richtung NTP - auf Linux-/ UNIX -Systeme
ausgeweitet. Die NeoClock4X stellt automatisch Rechner und ganze
Rechnernetzwerke auf die gesetzliche Uhrzeit ein.
Die notwendige Produktanpassung an NTP (Network Time Protocol)
wurde von Linum Software GmbH vorgenommen. Linum wird die neuen, NeoClock4X genannten
Synchronisationssysteme exklusiv vertreiben und supporten. Das Motiv,
warum Linum Software sich für NeoClock entschied, ist die Zuverlässigkeit
der NeoClock-Hardware und die Möglichkeit, etwas in der Linux-Unix-Welt
Einmaliges zu realisieren: Eine Funkuhr und die dazu gehörige
Software aus einer Hand anzubieten - Support inklusive.
Mit der Erstellung eines Treibers durch Linum Software GmbH und
der Anpassung der NeoClock Funkuhr an NTP durch Leunig GmbH sind
Voraussetzungen geschaffen, damit NeoClock4X auf Linux- bzw. UNIX-Releases
eingestellt werden kann. Um NeoClock4X in einer bestimmten Linux-
bzw. UNIX-Systemumgebung einsetzen zu können, ist erforderlich,
dass dafür das jeweils genutzte Betriebssystem-Release geeignete
Linux- bzw. UNIX-Treiber zur Verfügung steht. Diese Treiber
stellt Linum Software teils vorgefertigt (in Form fertig kompilierter
Binaries beispielsweise für S.U.S.E Linux 8.0) bereit, teils
übernimmt der Kunde die Compilierung selbst. Bei Bedarf kann
der Kunde auf den Linum-Support zurückgreifen - z.B. indem
er Linum den Remote-Zugriff auf seinen Server einräumt.
Die
NeoClock4X erschließt dem Linux/UNIX-Anwender die ganze Vielfalt
der von NTP unterstützten Zeitquellen und damit gleichzeitig
eine nahezu beliebig steigerungsfähige Präzision und Zuverlässigkeit
der systemweit einheitlich geltenden Zeit. Denn NTP hat die Fähigkeit,
die von diversen Zeitgebern (Radiosendern, GPS, Servern, PCs, ...)
gemachten aktuellen Zeitangaben qualitativ zu gewichten und daraus
eine synthetische, der tatsächlichen Zeit nahe
kommende Systemzeit zu errechnen. Diese Systemzeit ist um so präziser,
als der Anwender die aus der Distanz zwischen (Zeit-)Sendern und
Empfängern erwachsenden Ungenauigkeiten (Laufzeiten) durch
Feintrimmung kompensieren kann.
Fertig kompilierte Treiber-Binaries wird Linum Software in Kürze
auch für die UNIX-Varianten AIX und Solaris auf den Markt bringen.
Sicher ist auch jetzt schon, dass Linum Software den Vertrieb von
NeoClock4X nicht an Lizenzstufen knüpfen wird, dass also unbegrenzt
viele Rechensysteme bzw. Benutzer NeoClock4X nutzen können.
NeoClock4X - eine Funkuhr mit drei Uhrensystemen
Die
NeoClock4X stellt zum Einen durch das Empfangen und Auswerten des
DCF77-Signal die Rechner- bzw. Netzwerkzeit, zum Anderen kann die
NeoClock4X Funkuhr bei Signalausfall auf eine temperaturstabilisierte
eigene Quarzuhr umstellen und die Systemzeit immer noch genau halten.
Zusätzlich wird im laufenden Betrieb der DCF77 Zeitstempel
in einer Notuhr auf der Platine batteriegepuffert, d.h. nach Stromausfall
kann bei Neustart des Funkuhrbetriebes sofort auf eine aktuelle
Zeit zurückgegriffen werden.
Einsatzgebiete der NeoClock4X
Die NeoClock4X für DCF77-Empfang kann in einem Radius mit
2000 KM um Frankfurt/Main, die NeoClock4x für TDF-Empfang kann
im Umkreis von 2500-3500 Kilometer um Paris eingesetzt werden. Sie
decken damit den gesamten europäischen Raum ab.
DCF77 ist das Zeitsignal der Atomuhr der PTB
- Physikalisch-Technischen Bundesanstalt - in Braunschweig und
TDF - Télé Distribution
Francaise - ist das vom Sender France Inter ausgestrahlte
französische Atomzeitsignal.
Genauigkeit der Zeit
Die Systemzeit, die NTP aus DCF77 oder TDF herleitet, wird nach
Angaben von Leunig die UTC-Zeit (Universal Time Coordinated) um
maximal 20 Millisekunden verfehlen. (UTC, quasi der Nachfolger der
Greenwich-Zeit, errechnet sich aus den von naturwissenschaftlichen
Instituten in aller Welt angegebenen Atomzeiten.).
Zusammenspiel von Funkuhren und Netzwerk
Die NeoClock gewährleistet zwar nur eine einheitliche
Systemzeit in einem Rechnernetzwerk; doch ein Fehlen dieser Einheitlichkeit
verursacht in der Praxis immer wieder empfindliche Mehrkosten bzw.
Verluste, die im Extremfall die Existenz eines Unternehmen gefährden
können. Fast zur Normalität in den Unternehmen gehören
die chronisch falsch gehenden Systemuhren, die nicht nachgestellt
werden, unter anderem weil dies bei Netzwerken mit Hunderten oder
Tausenden von Rechnern ein aussichtsloses Unterfangen darstellt.
Auch gibt es Funkuhren, die sich trotz Atomzeit um Minuten, Stunden
oder Tage, ja Monate verstellen. Ursache: Beim Senden einer Zeitangabe
gehen leicht einige Bits des Datenpakets verloren; und die reichlich
alten Übertragungsprotokolle, die gerade mal über drei
Parity-Bits verfügen, verkraften das oft nicht. Sie lassen
dann falsche Zeiten durch, und der Server übernimmt sie für
mindestens eine Minute, nämlich bis zum Eintreffen des nächsten
Datenpakets - und das kann erneut fehlerhaft sein. Diese Uhren stellen daher eine ernsthafte Gefahr für Unternehmen
dar, die mit zeitkritischen Anwendungen arbeiten. Und das sind so
gut wie alle Unternehmen.
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