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NeoClock4X DCF77 Funkuhr für Linux /UNIX

NeoClock4X synchronisiert Linux / UNIX -Systeme

Die LEUNIG GmbH hat das Einsatzumfeld ihrer „NeoClock“-Funkuhren - unter anderem durch Änderungen an der NeoClock-Firmware in Richtung NTP - auf Linux-/ UNIX -Systeme ausgeweitet. Die NeoClock4X stellt automatisch Rechner und ganze Rechnernetzwerke auf die gesetzliche Uhrzeit ein.

Die notwendige Produktanpassung an NTP (Network Time Protocol) wurde von Linum Software GmbH vorgenommen. Linum wird die neuen, „NeoClock4X“ genannten Synchronisationssysteme exklusiv vertreiben und supporten. Das Motiv, warum Linum Software sich für NeoClock entschied, ist die Zuverlässigkeit der NeoClock-Hardware und die Möglichkeit, etwas in der Linux-Unix-Welt Einmaliges zu realisieren: Eine Funkuhr und die dazu gehörige Software aus einer Hand anzubieten - Support inklusive.

Mit der Erstellung eines Treibers durch Linum Software GmbH und der Anpassung der NeoClock Funkuhr an NTP durch Leunig GmbH sind Voraussetzungen geschaffen, damit NeoClock4X auf Linux- bzw. UNIX-Releases eingestellt werden kann. Um NeoClock4X in einer bestimmten Linux- bzw. UNIX-Systemumgebung einsetzen zu können, ist erforderlich, dass dafür das jeweils genutzte Betriebssystem-Release geeignete Linux- bzw. UNIX-Treiber zur Verfügung steht. Diese Treiber stellt Linum Software teils vorgefertigt (in Form fertig kompilierter Binaries beispielsweise für S.U.S.E Linux 8.0) bereit, teils übernimmt der Kunde die Compilierung selbst. Bei Bedarf kann der Kunde auf den Linum-Support zurückgreifen - z.B. indem er Linum den Remote-Zugriff auf seinen Server einräumt.

Die NeoClock4X erschließt dem Linux/UNIX-Anwender die ganze Vielfalt der von NTP unterstützten Zeitquellen und damit gleichzeitig eine nahezu beliebig steigerungsfähige Präzision und Zuverlässigkeit der systemweit einheitlich geltenden Zeit. Denn NTP hat die Fähigkeit, die von diversen Zeitgebern (Radiosendern, GPS, Servern, PCs, ...) gemachten aktuellen Zeitangaben qualitativ zu gewichten und daraus eine „synthetische“, der tatsächlichen Zeit nahe kommende Systemzeit zu errechnen. Diese Systemzeit ist um so präziser, als der Anwender die aus der Distanz zwischen (Zeit-)Sendern und Empfängern erwachsenden Ungenauigkeiten (Laufzeiten) durch Feintrimmung kompensieren kann.

Fertig kompilierte Treiber-Binaries wird Linum Software in Kürze auch für die UNIX-Varianten AIX und Solaris auf den Markt bringen. Sicher ist auch jetzt schon, dass Linum Software den Vertrieb von NeoClock4X nicht an Lizenzstufen knüpfen wird, dass also unbegrenzt viele Rechensysteme bzw. Benutzer NeoClock4X nutzen können.

 

NeoClock4X - eine Funkuhr mit drei Uhrensystemen

Die NeoClock4X stellt zum Einen durch das Empfangen und Auswerten des DCF77-Signal die Rechner- bzw. Netzwerkzeit, zum Anderen kann die NeoClock4X Funkuhr bei Signalausfall auf eine temperaturstabilisierte eigene Quarzuhr umstellen und die Systemzeit immer noch genau halten. Zusätzlich wird im laufenden Betrieb der DCF77 Zeitstempel in einer Notuhr auf der Platine batteriegepuffert, d.h. nach Stromausfall kann bei Neustart des Funkuhrbetriebes sofort auf eine aktuelle Zeit zurückgegriffen werden.

 

Einsatzgebiete der NeoClock4X

Die NeoClock4X für DCF77-Empfang kann in einem Radius mit 2000 KM um Frankfurt/Main, die NeoClock4x für TDF-Empfang kann im Umkreis von 2500-3500 Kilometer um Paris eingesetzt werden. Sie decken damit den gesamten europäischen Raum ab.

DCF77 ist das Zeitsignal der Atomuhr der PTB - Physikalisch-Technischen Bundesanstalt - in Braunschweig und TDF - Télé Distribution Francaise - ist das vom Sender „France Inter“ ausgestrahlte französische Atomzeitsignal.

 

Genauigkeit der Zeit

Die Systemzeit, die NTP aus DCF77 oder TDF herleitet, wird nach Angaben von Leunig die UTC-Zeit (Universal Time Coordinated) um maximal 20 Millisekunden verfehlen. (UTC, quasi der Nachfolger der Greenwich-Zeit, errechnet sich aus den von naturwissenschaftlichen Instituten in aller Welt angegebenen Atomzeiten.).

 

Zusammenspiel von Funkuhren und Netzwerk

Die NeoClock gewährleistet zwar „nur“ eine einheitliche Systemzeit in einem Rechnernetzwerk; doch ein Fehlen dieser Einheitlichkeit verursacht in der Praxis immer wieder empfindliche Mehrkosten bzw. Verluste, die im Extremfall die Existenz eines Unternehmen gefährden können. Fast zur Normalität in den Unternehmen gehören die chronisch falsch gehenden Systemuhren, die nicht nachgestellt werden, unter anderem weil dies bei Netzwerken mit Hunderten oder Tausenden von Rechnern ein aussichtsloses Unterfangen darstellt.

Auch gibt es Funkuhren, die sich trotz Atomzeit um Minuten, Stunden oder Tage, ja Monate verstellen. Ursache: Beim Senden einer Zeitangabe gehen leicht einige Bits des Datenpakets verloren; und die reichlich alten Übertragungsprotokolle, die gerade mal über drei Parity-Bits verfügen, verkraften das oft nicht. Sie lassen dann falsche Zeiten durch, und der Server übernimmt sie für mindestens eine Minute, nämlich bis zum Eintreffen des nächsten Datenpakets - und das kann erneut fehlerhaft sein.
Diese Uhren stellen daher eine ernsthafte Gefahr für Unternehmen dar, die mit zeitkritischen Anwendungen arbeiten. Und das sind so gut wie alle Unternehmen.

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Geändert: 23.05.2003

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